Sie befinden sich hier:

Kieler Woche 2009

Die PSV-Jugendgruppe ist dieses Jahr zum ersten Mal seit geraumer Zeit bei der Kieler Woche mit-gesegelt. Es war ein wirklich tolles Erlebnis, bei dem sogar das Wetter zum größten Teil gut mitspielte.

Da wir auf unserem Kutter „Onkel Ernst“ hier in Plön schon reichlich trainiert hatten und da die Marinekutter viel zu ungemütlich sind, haben wir uns für die umständlichere Methode entschieden und sind mitsamt Kutter zur Kieler Woche 2009 gefahren. Die erste Regatta war zwar erst am Dienstag, wir fuhren aber wegen des Aufbaus und des Kranens bereits am Montag nach Kiel zum Marinestützpunkt, auf dem auch unser Zeltplatz lag. Wir, das heißt:  Johanna Rieser, Malte Kraus, Simon Jürgens, Marten Schmidt, Lennart Groeneveldt, Frieda Bergner, Johanna Kröger, Niklas Hochmann, Paula Rieser, unsere Betreuerin Sonja und Sandra, ein Gast aus Köln. Um ca. 17 Uhr waren wir dank Uli in Kiel und konnten endlich den Kutter kranen. Nachdem dieser „Spaß“ erledigt war, ging es ab auf den Zeltplatz, wo schon etliche Segelkammeraden ihre Zelte aufgebaut hatten. Wir bekamen einen relativ großen Liegeplatz in der Nähe des Ausgangs zur Verfügung gestellt und fingen dann auch sofort an, die Zelte aufzubauen. Zuerst stand Simons und Niklas‘ Zelt (jedoch leider am falschen Platz), dann folgten  die drei großen 5-Mann-Zelte, die wir noch vom Insellager kannten. Die Bänke und der Tisch wurden aufgestellt und Frieda und Simon machten sich gleich daran, Wasser aufzustellen und den Tisch für Spaghetti mit Tomatensauce zu decken (unser Standartessen). Nach dem Essen, welches alles aufgrund des Hungers sehr gut schmeckte, machte sich der Küchendienst an den Abwasch, während die anderen Crewmitglieder den Platz erkundeten oder es sich auf den komfortablen Liegestühlen des PSV  bequem machten. Der Küchendienst wurde im Übrigen im Voraus von Johanna und Frieda bestimmt. Er bestand jeweils aus zwei mehr oder weniger „motivierten“ Helfern, die sich um das Essen und den Abwasch eines ganzen Tages zu kümmern hatten. Am Abend des ersten Tages, es war übrigens Montag, der 22.6.09 machten einige von uns gleich schon mal die Kiellinie unsicher, während andere den ersten Abend (aufgrund von Fußproblemen oder Anderem) gemütlich auf dem Zeltplatz verbrachten. So ging dann der erste Tag ohne ernsthafte Probleme zu Ende.

Dienstag fand dann die erste Regatta statt. Wir sind in der Klasse K2K gestartet. Der Start war zwar erst um 13 Uhr, doch weil es vorher ein paar Missverständnisse über die Zeit gegeben hatte, war die Jugendgruppe des PSV schon um 11 Uhr, nach einem ausgiebigen Frühstück (sogar mit Brötchen),  auf dem Wasser. Die dadurch gewonnene Zeit  hat die 9-köpfige Crew dann fürs Training genutzt. Zwei Leute sind immer an Land geblieben, um für die Verpflegung der fleißigen Segler zu sorgen und um auf die Wertsachen zu achten. Am Dienstag sind die Invaliden Paula (der „Krüppel“ mit dem dreifachen Bänderriss) und Sandra (die Kölnerin mit Knieproblemen) an Land geblieben, um jene wichtige Aufgabe auszuführen. Die Segler haben gleich am Regattaanfangstag zwei Mal den ersten Platz geholt. Nach der Regatta gab es dann Milchreis für alle, der nach 2 Stunden dann auch endlich essbar war…  Jeden Tag bestimmten wir einen „Tagessieger“, der einen Preis und die Anerkennung seiner Kollegen erhielt. Am ersten richtigen Tag wurden gleich drei Leute Tagessieger. Niklas, Lennart und Johanna Kr. wurden von den anderen zum fleißigsten, lustigsten und sozialsten Crewmitglied gewählt und erhielten als Preis eine Palette 5.0-Bier, welches sie netterweise mit der gesamten Truppe teilten. Der späte Abend des Dienstags wurde wieder auf der Kiellinie mit feiern, tanzen und „Wasser“  trinken verbracht.

Der Mittwoch startete schon sehr früh. Es kündigte sich übrigens wieder wunderschönes Wetter an, so wie wir es schon die ersten beiden Tage genießen durften. Die Regatta startete leider schon um 8:30, weshalb wir nicht wirklich lange schlafen konnten. Nach einem hektischen Frühstück machte sich dieselbe Crew wie am Vortag auf, um mit „Onkel Ernst“ den ersten Platz anzustreben.  Nicht ganz unser Ziel erreichend segelten wir am zweiten Tag inklusive Kollision mit dem SRSV dennoch einen guten zweiten und einen ersten Platz.

Am Donnerstag konnten wir dann endlich unseren ersten Platz in der Klasse K2K sichern und feierten den ganzen Nachmittag und Abend unseren Triumph. Nach einem ausgiebigen Mittagessen verschwanden einige von uns auf die Kiellinie, andere genossen den letzten Nachmittag und Abend auf dem Zeltplatz.

Nun war es schon wieder so weit. Freitag und somit der letzte Tag der Regattawoche war angebrochen. An diesem Tag hatten wir noch einiges vor. Wir mussten zunächst unseren „Onkel Ernst“ ordnungsgemäß verstauen und die gesamten Zelte abbauen und einpacken. Zu allem Übel kam auch noch ein beißender und heftiger Wind hinzu, der uns das schön geordnete Gepäck wieder durcheinander würfelte und unsere Isomatten, Handtücher und den angehäuften Müll auf dem ganzen Zeltplatz verteilte. Um ca. 13 Uhr fand dann die Siegerehrung statt, die ein wenig peinlich für den PSV von Statten ging. Da wir keine einheitlichen T-Shirts, wie zum Beispiel der SRSV, hatten, nahmen wir alle eine rosa Haweii-Kette um den Hals, damit uns jedermann als PSVler identifizieren konnte. Die Klasse K2K wurde aufgerufen und wir erhielten unseren ersten Preis (eine Holztafel) und Urkunden. Wie es bei der Siegerehrung üblich ist, versuchten wir uns auch an einem Manschaftsspruch, jedoch klappte das nicht so ganz^^.

Nach der Siegerehrung fuhren wir dann erschöpft, aber zufrieden nach Hause ins gute alte Plön zurück.

Autorin:  Paula Rieser